Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

HAMBURG, 2015–2016

Umbau BSW + BUE, 11.+12. Obergeschoss

Der von den Architekten Sauerbruch und Hutton im Jahr 2013 fertiggestellte Neubau für die „Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt“ in Hamburg-Wilhelmsburg besteht aus einer kammartigen sich nach außen wellenförmig zeigenden Gebäudestruktur. Im Knickpunkt der L-förmigen Figur befindet sich, als weithin sichtbarer Hochpunkt, ein 12-geschossiges Hochhaus.

Der Neubau wurde seinerzeit als Behördenbau konzipiert und auf den Zuschnitt der damaligen Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt geplant.

Nachdem die Behörde 2015 neu strukturiert worden war, wurde es notwendig die neu aufgeteilten Behörden und deren Präsidial- bzw. Senatorenbereiche aufzuwerten und in deren Fluren, diesen zugeordnete Wartezonen zu schaffen.

So war es einerseits Aufgabe, einen behutsamen Umgang mit der Gebäudesubstanz und ihrem Cooperate Design zu suchen, andererseits eine angemessene, zurückhaltende und zugleich repräsentative Architektursprache für die aufgeweitete Flurzonen zu entwickeln.

Organische Architektur und deren Wegbereiter aus der Kunst, so z.B. Hans Arp, stehen Pate für die Verformung der bisher geraden Flurwand in eine organische Raumkante: so verwandelt sich nun eine vertikale Lamellenwand aus massivem Eichenholz in ihrem Verlauf in eine horizontale Sitzbank.

Eine besonders für diese innenliegenden Räume entwickelte Tageslichtdecke lädt durch ein auf die unterschiedlichen Jahres- und Tageszeiten abgestimmtes Wechselspiel der Lichtverhältnisse zum kurzweiligen Warten ein.

Wirtschaftliche Verhältnismäßigkeit und das Bauen im laufenden Betrieb mit hohem Koordinationsaufwand waren außerdem die großen Herausforderungen dieses Projektes.

Auftraggeber
FHH Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen vertreten durch Sprinkenhof GmbH

Direktauftrag

Leistungsphasen 1–9

Leistungsphasen 6–9 in Kooperation mit KKP Architekten + Ingenieure

Abbildung in der Zeit

Fotos:
Außenaufnahme: ©Jan Bitter für Sauerbruch Hutton-Architects 
Innenaufnahmen: ©Klaus Frahm für Sona Kazemi Architektin
Visualisierung: ©bloomimages

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